Bis 2001 wurden Notrufe in den Kreisen Steinburg, Dithmarschen und Pinneberg von den Kreisen individuell verwaltet und gestaltet. Die jeweils integrierten Leitstellen waren stationäre Führungseinrichtungen der Kreise, die ihre Aufgaben technisch, organisatorisch und personell sowohl für die Feuerwehr als auch für den Rettungsdienst erfüllten. Darüber hinaus wurden auch Aufgaben im Katastrophenschutz wahrgenommen.


Bereits im Dezember 2001 wurden unter der damaligen Bezeichnung Integrierte Regionalleitstelle West (IRLS West) die Kreisleitstellen von Feuerwehr und Rettungsdienst in Heide, Itzehoe und Pinneberg zusammengefasst. In der Integrierten Regionalleitstelle wurden die grundsätzlich identischen Aufgaben wie in einer Integrierten Leitstelle, jedoch für die drei Kreise (Steinburg, Dithmarschen, Pinneberg) gemeinsam wahrgenommen.

Die IRLS West war damals die erste kreisübergreifende Leitstelle Deutschlands und wurde mit der modernsten Leitstellentechnik Europas ausgerüstet. 2007 wurde die Leitstelle als „erfolgreiches Projekt interkommunaler Zusammenarbeit“ vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ausgezeichnet.

 

Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen, der Erweiterung der Leitstellengebäude und der Einführung einer neuen Leitstellentechnik ging die Kooperative Regionalleitstelle West dann im April 2010 für die Polizei und im Juli 2010 für Feuerwehr und Rettungsdienst in Betrieb. Die KRLS West ist nach der KRLS Nord in Harrislee die zweite Leitstelle dieser Art im Norden. 

Die Bildung Kooperativer Regionalleitstellen wurde vielerorts insbesondere vor dem Hintergrund der Einführung des digitalen Sprech- und Datenfunks und damit verbundener hochwertiger Schnittstellen zu den Leitstellen diskutiert. Aber auch verbesserte Zusammenarbeitsaspekte und nicht zuletzt auch betriebswirtschaftliche Betrachtungen haben besonders in den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu Planungen und mehreren Realisierungen von Kooperativen Regionalleitstellen geführt.